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Handelsblatt Crime – Umstrittene Immobiliendeals, dubiose Berater und fragwürdige Bilanzen: Wie die Adler Group aus der Krise will (Teil 2)

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Handelsblatt Crime – spannende Wirtschaftskriminalfälle unserer Zeit

Umstrittene Immobiliendeals, dubiose Berater und fragwürdige Bilanzen: Wie die Adler Group aus der Krise will (Teil 2)

Als Stefan Kirsten, der Verwaltungsratsvorsitzende der Immobiliengruppe Adler-Gruppe, vor wenigen Tagen seinen Rettungsplan für das Unternehmen vorstellte, wurde klar, wie eng es in den vergangenen Wochen für Adler war: Er habe ein Insolvenzszenario analysieren lassen, sagte Kirsten. Der Konzern sei in den „perfekten Sturm“ geraten. Doch eine Gruppe wichtiger Gläubiger sei bereit, länger auf ihr Geld zu warten und Adler rund eine Milliarde Euro zusätzlich zu leihen. Die Restrukturierung sei ein „Befreiungsschlag“ und günstiger als ein Insolvenzszenario.

Die Adler Group war ein wichtiger Player am deutschen Immobilienmarkt, als sie vor einem Jahr nach Vorwürfen des britischen Shortsellers Fraser Perring in eine Krise geriet. Perring warf Adler in einem Dossier Betrug, Täuschung und finanzielle Falschdarstellung vor. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe, aber sie lassen ihn nicht mehr los.

Eine Sonderuntersuchung der Wirtschaftsprüfer von KMPG führte nicht zur vollständigen Entlastung. Kurz darauf weigerte sich KPMG das Testat zum Jahresabschluss 2021 auszustellen und legte schließlich sogar das Prüfungsmandat komplett nieder, auch weil sich die Prüfer offenbar von Adler ausgebremst sahen. Der Konzern habe Hunderttausende E-Mails und Dokumente nicht zur Verfügung gestellt, monierten die Prüfer. Seitdem sucht Adler einen Nachfolger.

Weitere Nackenschläge für Kirsten, der als Hoffnungsträger im Februar seinen Job angetreten hatte, ließen nicht lange auf sich warten. Erst musste Adler einen Milliardenverlust für 2021 ausweisen, dann stellte die Finanzaufsicht Bafin zwei Fehler in der Bilanz für das Jahr 2019 fest. Adler soll demnach fast vier Milliarden Euro zu viel bilanziert haben. Der Konzern hat angekündigt, sich gegen die Bescheide juristisch zur Wehr zu setzen. Daneben ermitteln allerdings auch die Staatsanwaltschaften in Frankfurt und Berlin.

Unsere Investigativreporter recherchieren seit mehr als einem Jahr zu dem Drama hinter den Kulissen von Adler. Bei Handelsblatt Crime sprechen wir heute darüber, wie das Unternehmen in eine so schwere Lage geraten konnte und wie nun die Chancen stehen, dass der angekündigte „Befreiungsschlag“ dem Konzern gelingt.

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Geboren im Jahr 1971 in Esslingen am Neckar – zu einer Zeit, als das Internet, E-Mails und Mobiltelefone noch fremd waren. Schon ab 1986 war ich ein begeisterter Besitzer eines C64 und eignete mir als zweite Fremdsprache das „Basic“-Programmieren an. Im Jahr 1989 wagte ich den Schritt zur Gründung von „Pro Sound Esslingen“. Scho1999 erstellte ich meine erste eigene Webseite und erlernte als weitere Fremdsprache das „html“-Programmieren. 2001 wurde ich zu einem Gründungsmitglied des Vereins „Snowboard e.V.“ und erlebte 2009 die Abwrackprämie-Ära, die dazu führte, dass über 1500 Mercedes-Benz ihren Weg auf den Schrottplatz fanden – ein Erlebnis, das sicherlich seine Geschichten erzählt. Im Jahr 2015 fand ich mein Glück in der Ehe und trat 2017 den Freien Demokraten bei. Mein Engagement führte mich 2019 zur Kandidatur für den Gemeinderat in Ostfildern als Mitglied der FDP. Im Jahr 2021 stellte ich mich als Oberbürgermeister-Kandidat in Ostfildern zur Wahl und wagte mich im selben Jahr als Bundestagskandidat für die FDP im Wahlkreis Esslingen auf das politische Parkett. Im Jahr 2022 war ich maßgeblich an der Gründung und Übernahme der Position des Ortsvorsitzenden des Ortsverbands der Freien Demokraten in Denkendorf, Ostfildern und Neuhausen auf den Fildern beteiligt. Schließlich eröffnete ich im Jahr 2023 das erste Podcaststudio der „Radical Life Studios“, um auf meine ganz eigene Art und Weise Inhalte zu teilen und Gespräche anzustoßen. Durchweg politisch unbequem und immer öfter freundlich – so gestalte ich meinen Weg.

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