Zu schwer? Dann üben, nicht umbauen: Warum wir Trails nicht glattbügeln dürfen
Ein Baumstamm wird abgesägt, ein Stein ausgegraben, eine Kehre abgekürzt. Weltweit streitet die Community gerade darüber, wer Trails einfacher macht und warum. Für Einsteiger ist die Antwort unbequem und gleichzeitig eine Chance.
Die Geschichte ist banal und genau deshalb so typisch. Auf einem Trail in North Carolina liegt ein Baumstamm quer, dahinter eine steile Steinstufe. Man muss die Geschwindigkeit kontrollieren, leicht rechts anfahren, das Vorderrad über den Stamm heben. Kein Hexenwerk, aber ein kleines Rätsel, das man lösen will. Zwei Wochen später ist der Stamm weg. Jemand, nicht der Erbauer, hat ihn mit der Kettensäge entfernt. Seitdem kann man die Stelle mit geschlossenen Augen fahren.
Ende September hat ein bekannter US-Bikejournalist diese Szene erzählt, und die internationale Community hat sich darauf gestürzt. Hunderte Kommentare, hitzige Diskussionen, gegenseitige Vorwürfe. Sein Vergleich trifft einen Nerv: Wer an einem Trail Hindernisse entfernt, weil sie ihm zu schwer sind, macht dasselbe wie ein Kletterer, der Griffe in eine Route meißelt, damit er hochkommt.
See You on the Trail!
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