ARD Crime Time – Der True Crime Podcast Verschwunden im Karneval – Der Cold Case Ingrid B.
Die als lebenslustig und gesellschaftlich engagiert beschriebene Ingrid B. verschwindet im Februar 1992 von einem Tag auf den anderen. Zuletzt gesehen wird die damals 42-Jährige bei einer Karnevalsfeier in ihrem Wohnort. Zeugen erinnern sich an ihr gelbes Kleid und daran, dass Ingrid und ihr Ehemann gegen Mitternacht in Streit gerieten. Ein möglicher Hintergrund des Streits ist laut Staatsanwaltschaft Eifersucht. Ihr Mann gibt an, dass Ingrid am nächsten Tag ohne Erklärung das Haus verlassen habe. Doch dafür gibt es keine Belege. Erst sieben Wochen nach dem Verschwinden meldet der Ehemann Ingrid bei der Polizei als vermisst. Anderthalb Jahre wird ermittelt – ohne Erfolg. Es bleibt eine ungeklärte Vermisstensache. 1994 werden konkrete Vorwürfe gegen den Ehemann laut. Die Ermittler befragen erneut Zeugen und führen Durchsuchungen durch. Vieles deutet für die Polizei darauf hin, dass der Ehemann für einen Mord an Ingrid B. in Frage kommt. Aber ihm kann nichts nachgewiesen werden. Die Ermittlungen werden erneut eingestellt. 2021 nimmt sich eine neue Cold Case-Einheit der Polizei den Fall erneut vor. Sie geht einem Gerücht nach, das schon lange die Runde macht. Staatsanwalt Christian Wolters beschreibt es so: „Eine Möglichkeit, wenn jemand das Haus nicht mehr verlässt und dort auch nicht mehr anzutreffen ist, ist, dass er möglicherweise in einer Wand einbetoniert ist oder auch in einem Fundament liegt.“ Um dies zu prüfen, rücken die Ermittler mit schwerem Gerät vor dem ehemaligen Wohnhaus von Ingrid und ihrem damaligen Ehemann an. Die Kriminaltechniker bohren Löcher in Wände und reißen eine Badewanne raus. Neben Leichenspürhunden kommt moderne Technik aus den Niederlanden zum Einsatz: Mit einem Bodenradar wird nach Auffälligkeiten in der Struktur des Fundaments gesucht. Der Ehemann präsentiert derweil eine neue Version: Die Mafia stecke hinter dem Verschwinden von Ingrid. Links zum Cold Case Ingrid B.
NDR-Artikel zu den Durchsuchungen im November 2021
Pressemitteilung der Polizei zu den Durchsuchungen

Links zum Fall von Hitlers Bronzepferden
Die Ermittlungen zum Fall im Podcast „Die Spur der Täter“

Hinweis: Die Dokumentation und der Beitrag aus „Kripo live“, über die wir in der Folge sprechen, sind in der Mediathek leider nicht mehr verfügbar. Kontakt: die-spur-der-taeter@mdr.de
In diesem True Crime Podcast werden keine Fälle nacherzählt und reißerisch aufgeblasen. Bei „ARD Crime Time“ machen wir die aufwändigen Ermittlungen zu aufsehenerregenden Verbrechen noch einmal authentisch erlebbar. In den einzelnen Episoden erzählen Autorinnen und Autoren aus der ganzen ARD von ihren intensiven, monatelangen Recherchen zu den True-Crime-Fällen. Außerdem öffnen für uns Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften exklusiv ihre Ermittlungsakten und berichten selbst von ihrer Arbeit.  So zeigen wir, mit welchen kriminalistischen Methoden es den Ermittlerinnen und Ermittlern gelingt, die Verbrecher zu überführen.
Die tiefe Recherche und sachliche Auseinandersetzung mit den Fällen zeichnet den Podcast „ARD Crime Time“ ebenso aus, wie der stets respektvolle und menschliche Umgang der Hosts Anne Eichhorn, Felix Gebhardt und Mattis Kießig mit den Opfern und ihren Angehörigen. „ARD Crime Time“ erscheint samstags, zweimal pro Monat.
In diesem True Crime Podcast werden keine Fälle nacherzählt und reißerisch aufgeblasen. Bei „ARD Crime Time“ machen wir die aufwändigen Ermittlungen zu aufsehenerregenden Verbrechen noch einmal authentisch erlebbar. In den einzelnen Episoden erzählen Autorinnen und Autoren aus der ganzen ARD von ihren intensiven, monatelangen Recherchen zu den True-Crime-Fällen. Außerdem öffnen für uns Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften exklusiv ihre Ermittlungsakten und berichten selbst von ihrer Arbeit.  So zeigen wir, mit welchen kriminalistischen Methoden es den Ermittlerinnen und Ermittlern gelingt, die Verbrecher zu überführen.
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